Bekannterweise beschäftige ich mich seit einiger Zeit mit dem Fotografieren von Konzerten. Der Grund hierfür liegt darin, dass es dabei möglich ist zwei meiner Interessen zu vereinen: Fotografie und Musik.
Russkaja
Was Konzertfotografie für mich bedeutet und welche Erfahrungen ich hierbei gemacht habe möchte ich hier mitteilen.

Vor einem Konzert sollte man, wie übrigens auch bei allen anderen Foto-Aufträgen, dafür sorgen, dass man über volle Akkus und leere Speicherkarten verfügt. Ebenso sollte man sichergehen dass die Objektive sauber und frei von Staub und Fingerabdrücken sind, um für eine bessere Bildqualität zu sorgen und sich eventuell unnötige Bearbeitungszeit sparen kann. Außerdem ist es immer von großem Vorteil die Musik zu kennen, die man fotografiert, über einzelne Bandmitglieder Bescheid zu wissen, wissen wann der Bassist ein Solo spielt, etc. Ein wenig Recherche im Internet kann hier nie schaden. Eine Akkreditierung, also die Genehmigung zum Fotografieren, welche vom Veranstalter erteilt wird, sollte man sicherheitshalber auch Ausdrucken und mitnehmen, für den Fall dass die Security-Leute einmal nicht darüber informiert wurden dass man eine Genehmigung hat.
Beim Konzert selbst sehe ich mich erst einmal um wie die Bühne aufgeteilt ist und was die Location alles so hergibt. Zum Fotografieren stelle ich mich seitlich eher links oder rechts von der Bühne hin, da hier meist schönsten Perspektiven möglich sind und das Gesicht des Musikers nicht von einem Mikrofon verdeckt wird. Je nach Lichtsituation stelle ich bei der Kamera einen festen ISO-Wert um die 800 ein, um kürzere Belichtungszeiten hin zu bekommen und somit Bewegungsunschärfe zu vermeiden. Mit höheren ISO-Werten steigt jedoch auch das Bildrauschen an. Bei Konzerten hat man üblicherweise oft nur wenig und/oder schnell wechselndes Licht, was das Fotografieren zwar erschwert, aber auch den Reiz ausmacht unter solchen Bed
ingungen noch technisch gute Bilder hin zu bekommen. Der Gesichtsausdruck und die Emotionen des Musikers spielen aber eine noch viel größere Rolle, denn das ist es, was das Feeling eines Konzertbesuches beim Betrachten der Fotos am besten rüberbringen kann. Ein Blick in die Linse der Kamera bringt dies beispielsweise gut zum Ausdruck, denn die Augen sind bekannterweise das Spiegelbild der Seele

Nach dem Konzert ist die Arbeit jedoch noch lange nicht vorbei. Noch am selben Abend werden zuerst die Fotos importiert und gesichert. Daraufhin beginnt das Aussortieren und Bewerten, um eine engere Auswahl der besseren Fotos zu treffen. Bei Bedarf werden diese noch leicht nachbearbeitet, in der Belichtung korrigiert, oder der Bildausschnitt leicht verändert. Die Bilder werden anschließend noch verschlagwortet und exportiert. Diese Auswahl wird daraufhin umgehend an die entsprechende Redaktion verschickt, damit sie am nächsten Morgen schon im Internet veröffentlicht oder in Zeitungen abgedruckt werden können.
Wie man sieht ist der Aufwand hier deutlich größer als vielleicht angenommen wird, jedoch wird dieser gerne in Kauf genommen wenn man davon so fasziniert ist wie ich.
Im Blog gibt es nun eine kleine Portfolio Seite mit dem Titel Konzertfotografie, wo man mehr über meine Arbeiten in diesem Bereich erfahren kann.
Alles in Allem bereitet es mir großen Spaß sich immer wieder dieser Herausforderung zu stellen und weiterhin ständig Erfahrungen in diesem Bereich sammeln zu können.
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